Eine KI lässt sich schwer einordnen. Werkzeug greift zu kurz, denn mit einem Werkzeug spricht niemand vertraulich. Gegenüber trifft es ebenso wenig, denn es fehlt jede Subjektivität. Genau in dieser Unschärfe liegt das Interessante: Die KI besetzt eine Position, für die unser psychologisches Vokabular keine Kategorie hat.
Der Kinderanalytiker Donald Winnicott beschrieb eine ähnliche Zwischenstellung, lange bevor es Software gab: das Übergangsobjekt, der Teddybär, die Schmusedecke — verfügbar, wenn die Bezugsperson es nicht ist, aufnahmefähig für jede Stimmung, ohne eigene Ansprüche. Heinz Kohut beschrieb daneben das Selbstobjekt: ein Gegenüber, das primär spiegelt und bestätigt. Beide Konzepte helfen zu verstehen, was im Gespräch mit Sprachmodellen tatsächlich geschieht.
Der Fragebogen macht daraus ein Reflexionsinstrument, kein diagnostisches Urteil. Er ordnet die eigene Nutzung entlang von drei Polen ein; die meisten Profile sind Mischformen.
Fünfzehn psychodynamische Aussagen, etwa fünf Minuten, am Ende eine kurze Einordnung deiner eigenen Nutzungsweise. Die Teilnahme an der Forschungsstudie ist freiwillig und anonym.
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